Spreewälder Gurkensalat

Hochwald, Spreewald

Der Gurkensalat gehört zu vielen traditionellen Speisen im Spreewald einfach dazu. Im Sommer essen wir Spreewälder gern und viel Gurkensalat. Er ist erfrischend und leicht. Zudem gibt es Gurken in Hülle und Fülle. Wir freuen uns regelrecht auf das Wochenende, wenn es wieder frische Pellkartoffeln mit Quark und Gurkensalat gibt. Aber auch zwischendurch ist Gurkensalat eine perfekte Alternative zu süßen Snacks an heißen Sommertagen.

Rezept

2 große Salatgurken
½ Becher Saure Sahne
Leinöl
Essig
Salz, Essig, Pfeffer, Zucker
Traditionelle Kräuter: Dill, Petersilie
Optionale Kräuter: Boretsch, Giersch, Schafgarbe, Pimpernelle

Ich verwende groß gewachsene Gurken. Je nach Größe und Beschaffenheit, werden die Gurken geschält und entkernt. Junge frische Gurken rasple ich komplett in eine Schüssel. Die geraspelten Gurken ein paar Minuten stehen lassen und anschließend das Gurkenwasser abgießen. Das Gurkenwasser kann zu einem erfrischenden Getränk weiterverarbeitet werden. Dann kommen ein halber Becher Saure Sahne, 2-3 Esslöffel Leinöl, ein wenig Essig und die kleingehackten Kräuter hinzu. Abgeschmeckt wird mit Salz, Zucker und Pfeffer. Der Salat sollte ein wenig durchziehen und noch einmal abgeschmeckt werden. Kühl serviert ist der Salat eine tolle Erfrischung an heißen Sommertagen.

Möhrchen verziehen

Die ersten Möhren zeigen sich schon fingerdick, andere sind noch klitzeklein. Wer wie ich die Möhren recht dicht sät, muss Sie beizeiten verziehen. Der Boden sollte feucht sein und das Wetter eher bedeckt. An heißen Tagen kann spät abends verzogen werden, damit kleine Pflanzen keinen Schaden nehmen.

Ich ernte zu dicht stehende Möhren einfach nach Bedarf. Dabei ziehe ich leicht am Wurzelkopf ohne das Laub abzureißen. Gern nehme ich die etwas Größeren. Die Winzlinge werden nur gewaschen und anschließend weggeknabbert.

Das Laub der Möhren ist essbar und kann vielseitig verwendet werden. Es ist recht würzig und schmeckt gut in Gemüsesäften, Smoothies oder Pesto. Kleingeschnitten können die feinen Blätter in Salaten, Suppen oder Gemüsepfannen den Grünanteil erhöhen. Im Frühsommer verwende ich alle zarten Blätter. Im Spätsommer nutze ich nur die feineren Innenblätter. Die außen sitzenden, älteren Blätter werden dann bitter.

Möhrengrün kann auch getrocknet werden. Das getrocknete Grün findet dann ebenfalls in Suppen und zur Herstellung von Brühen Verwendung. Nagetiere freuen sich ebenfalls über getrocknetes Möhrengrün im Winter.

Wer regelmäßig ein paar kleine Möhren nach diesem Prinzip erntet, schafft automatisch Platz in der Möhrenreihe und erhält zusätzlich ein gesundes und frisches Lebensmittel.

Ackertantes Tipp: Tomatenpflanzen nachziehen

Um sich im Laufe der Saison neue Tomatenpflanzen nachzuziehen, können Geize verwendet werden. Geize sind eigentlich unerwünschte Seitentriebe, die aus den Blattachsen der Pflanze wachsen. Normalerweise entgeizt man die Tomatenpflanzen regelmäßig, um die Fruchtbildung zu fördern. Ich lasse 1 bis 2 Triebe pro Pflanze stehen, bis sie 10-13 cm groß sind. Danach werden diese abgeknipst und für ca. 2-3 Wochen in ein Wasserglas oder eine Vase gestellt.

Die Triebe wurzeln recht schnell. Sobald die feinen Wurzeln 3-5 cm lang sind, kann der Trieb ausgepflanzt werden. Im Beet wachsen nachgezogene Tomatenpflanzen dann zügig weiter. Aber auch im Kübel können diese Pflanzen die Erntesaison verlängern. Wenn im Spätsommer die Tage kühler werden, ziehen Kübelpflanzen einfach an geschütztere Ecken um. Anhand meiner Erfahrungen erkranken diese nachgezogenen Tomatenpflanzen seltener an der Braunfäule.

Wichtig bei allen Tomatenpflanzen ist, dass sie unter einem Dach luftig und sonnig stehen. Die Blätter sollten schnell abtrocknen können. Gegossen wird nur der Wurzelbereich der Pflanze. Ich verwende eingegrabene Tontöpfe, um den Wurzelbereich gleichmäßig feucht zu halten.

Grüner Salat

In diesem Jahr wächst der Salat besonders gut. Schnittsalate, Pflücksalate und Kopfsalate strotzen vor Kraft und Grün. Ich bevorzuge Pflück- und Schnittsalate. Diese können nach Bedarf in der gewünschten Menge geerntet werden. Zudem wachsen die Pflanzen schnell wieder nach. Besucher in meinem Garten fragen mich oft nach einer Salatsoße. Prinzipiell kann jeder Salat mit Öl, Essig, Zucker und Salz angemacht werden. Für alle, die es genau wissen wollen, gibt es hier mein Grundrezept. Experimentieren ist erlaubt.

Mein Grundrezept:

1 Kopfsalat, Pflücksalat oder Schnittsalat
1 Esslöffel neutrales Öl (Rapsöl) und 1 Esslöffel Leinöl
1 Esslöffel Senf
1/2 Zitrone oder 1 Esslöffel Obstessig
Etwas Zucker, Agavendicksaft oder Honig
Prise Salz, etwas Wasser

Extras und Topping

Kräuter aus dem Garten: Dill, Petersilie, Zwiebeltuten oder Schnittlauch, 2-3 Blätter Borretsch

Wildkräuter: Giersch, Löwenzahn, Sauerampfer, Schafgarbe,

Essbare Blüten: Gänseblümchen, Kapuzinerkresse, Stiefmütterchen, Klee, Taubnessel, Borretsch, Kornblume

Die Salatblätter klein zupfen bzw. schneiden. Gut waschen und abtropfen lassen. In der Zwischenzeit Senf, Öl, Zitrone, Süße und Salz verquirlen und ein wenig Wasser zugeben. Danach die Kräuter klein schneiden/hacken und zusammen mit dem Salat kurz vor dem Essen vermischen. Wer möchte, kann seinen Salat mit essbaren Blüten verzieren

verschiedene Schnitt- und Pflücksalate in der rechten Reihe