Die ersten Beete

Habt Ihr Euch schon überlegt, wie Ihr anfangt? Die Harke nehmen und los? Ich fange meistens am oberen Ende meines Ackers an. Der Acker teilt sich in zwei Hälften. Eine Hälfte ist für die Kartoffeln reserviert, die andere wird zum Gemüse- und Blumengarten. Die Ackerhälften werden jedes Jahr gewechselt, damit die Kartoffeln nicht immer an der gleichen Stelle angebaut werden. Eine Dreiteilung wäre sinnvoller, aber wer die Macht der Gewohnheit kennt …

Die Beete lege ich nach und nach an. Dabei wird der im Herbst gepflügte Acker grob gerade und auf Kante geharkt. Zum Abmessen verwende ich meinen Harken-Stiel. Ein Beet sollte so breit sein, dass man von beiden Seiten bequem bis in die Mitte reichen kann. Ich merke mir eine Markierung am Stiel der Harke und zeichne diese in der Erde ab. Da die Erde so locker ist, trete ich mir meine Wege einfach nur fest. Man kann sich auch eine Schnur spannen und die Wege somit kennzeichnen. Danach wird das Beet gerade geharkt. Das erfordert etwas Übung. Ich lernte dies schon als Kind bei meinem Opa und freue mich jedes Mal wenn ein neues Beet nach altem Vorbild entstanden ist.

Was an Saatgut jetzt schon in die Erde kann, lest Ihr in meinem Beitrag:
Was im März im Garten zu tun ist – Aussaatkalender

Was im März im Garten zu tun ist – Aussaatkalender

Der Vorfrühling rückt in greifbare Nähe. Kommendes Wochenende erreichen wir erstmals Tagestemperaturen von 10 Grad Celcius. Ab 10 °C fängt das Gras wieder an zu wachsen. Das heißt, es wird dann auch sichtbar grüner und die Knospen der Sträucher dicker. Es ist dann höchste Zeit zum Verschneiden der Sträucher und Bäume.

Ich möchte mein Frühbeet in diesem Jahr, wieder direkt auf meinem Acker aufbauen. Da der Acker bisher tiefgefroren war, werde ich es am kommenden Wochenende nachholen und die ersten Samen in die Erde bringen. Wenn sich dann die Wetterlage stabilisiert und die Nächte frostfrei bleiben, können auch schon einige Beete angelegt werden.

Aussaat im Freiland

Unter Glas/Folie oder im Frühbeet kann gepflanzt werden:

  • Alle Kohlsorten
  • Lauch
  • Kopfsalat

Selbstgezogene Salat- oder Kohlrabi-Pflanzen können im Frühbeet oder im Folientunnel ausgepflanzt werden.

Stiefmütterchen und Hornveilchen sind die ersten Blumenpflanzen, die im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden können. Nachtfrost halten diese Frühlingsblumen ebenso aus wie andere Frühjahrsblüher. Zudem können bei frostfreiem Wetter Stauden geteilt und verpflanzt werden. Ich gebe meinen Staudenbeeten im Frühjahr eine großzügige Portion Komposterde, die ich grob einarbeite. Wer will treibt seinen Rhabarber an, indem er ihn mit Stroh oder einem großen Eimer (mit Loch) abgedeckt wird. Im Kräuterbeet werden die alten und vertrockneten Pflanzenteile abgeschnitten. Die Erde wird gelockert und mit ein wenig Kompost gedüngt. Dann ist es bald soweit und der erste Schnittlauch kann pflückt werden.

Die Puffbohne

Sie wird auch Saubohne oder Pferdebohne genannt. Ich kenne die Puffbohne schon seit Kindertagen und mag ihren eigenen herben Geschmack. Die Puffbohne ist wegen ihres hohen Eiweißgehalts sehr beliebt. Zudem enthält Sie viele Ballaststoffe, Vitamine, Eisen und Kalzium. Die Puffbohne ist ein echter Frühstarter. Sie kann bereits ab Ende Februar, sofern die Erde frostfrei und abgetrocknet ist, angebaut werden. Je früher, desto besser: Puffbohnen gedeihen besonders gut, je eher sie ausgesät werden. Sie setzen mehr Blüten an und werden nicht so stark von den schwarzen Läusen befallen.

Aus diesem Grund beobachte ich die Wetterlage Ende Februar /Anfang März sehr genau und hoffe, dass der Frühling sich bald zeigt. Theoretisch wäre es möglich die Puffbohnen im Haus vorzuziehen. Dazu benötigt man pro Pflanze allerdings ein höheres Pflanzgefäß und einen kühlen hellen Platz. Ich ziehe es vor abzuwarten, bis die Natur draußen so weit ist, dass ich die Samen direkt in die Erde legen kann.

Anbau

Die Puffbohne wurde früher vor allem in Norddeutschland angebaut. Hier sind die Winter milder und es herrscht ein feuchtes Klima. Einst galt die Puffbohne als Grundnahrungsmittel für Mensch und Tier. Heute bereichert die Puffbohne ab Juni den Speiseplan, lange bevor die Busch- und Stangenbohnen reifen. Die Puffbohne benötigt einen tiefgründigen und feuchten Boden. Idealerweise ist der Boden mit Kompost oder Stallmist vorbereitet worden. Die einzelnen Samen kommen mindestens 5 cm tief in die Erde. Es können zwei Samenkörner in je ein Loch gegeben werden. Der Abstand der Pflanzen sollte in der Reihe mindestens 20 cm und die Reihen selbst 40 cm auseinander sein. Die kleinen Pflanzen wachsen sehr schnell. Sie mögen es feucht, jedoch sollte Staunässe vermieden werden. Eine Mulchschicht ist daher sehr vorteilhaft. Wenn die Puffbohnen gut wachsen, können sie etwas angehäufelt werden. Das trägt zur späteren Stabilität der Pflanzen bei, denn Puffbohnen können je nach Sorte recht hoch werden. Die weiß-schwarzen Blüten sehen übrigens wunderschön aus.

Ernte

Die Puffbohne bildet mehrere 10-20 cm lange und 1-3 cm dicke Hülsen in denen 3-4 Kerne heranwachsen. Sind die Bohnenkerne von außen erkenn- und fühlbar, kann geerntet werden. Ich pflücke meine Puffbohnen 3-4 Wochen lang durch. Die einzelnen Hülsen reifen nacheinander. Verwendung finden nur die Bohnenkerne. Sie dürfen nicht roh gegessen werden. Es gibt allerdings viele Verwendungsmöglichkeiten. Sie passen als Bohnen-Gemüse zu herzhaften Gerichten, können Eintöpfe bereichern oder Salate verfeinern.

Rezepte: Puffbohnensalat oder Rote-Beete-Puffbohnensalat

Nachkultur

Die abgeernteten Pflanzen bereichern den Kompost. Puffbohnen bilden lange Pfahl- und Seitenwurzeln an denen die Knöllchenbakterien den Boden mit Stickstoff anreichern. Sie hinterlassen einen sehr lockeren guten Boden. Besonders gut gedeihen daher Kohlpflanzen, Tomaten und Sellerie als Folgekultur. Puffbohnen sollten in den nachfolgenden Jahren nicht auf der gleichen Stelle angebaut werden. Sie benötigen eine Anbaupause auf dem jeweiligen Beet von 3-5 Jahren.

Rübstiel (auch Stielmus oder Stängelmus)

Bald geht wieder es los. Wenn die Böden frei und einigermaßen abgetrocknet sind, können auch schon die ersten Samen in den Boden. Je nach Witterung dürfen Radieschen-, Spinat-, Rucola- und Puffbohnensamen in die Erde. Im letzten Jahr säte ich unter anderem auch Rübstiel in mein erstes Frühlingsbeet und war angenehm überrascht.

Rübstiel ist ein sehr altes Gemüse, welches zu den Kohlgewächsen und damit zu den Kreuzblütern gehört. Es gibt Rübstiel-Samen zu kaufen. Althergebracht verwendete man allerdings Samen der Speiserüben (Mai- und Herbstrübe), die einfach sehr dicht ausgesät wurden. Damit sollte verhindert werden, dass sich Knollen ausbilden. Das schnell wachsende Grün konnte als erstes Frühlingsgemüse nach dem Winter den Speiseplan bereichern.

Wer es also kaum erwarten kann, etwas Grünes aus dem eigenen Garten auf dem Teller zu haben, sollte es u.a. mit Rübstiel probieren. Die Anbauzeit beträgt lediglich 6 bis 8 Wochen, auch bei kühlen Temperaturen. Die säuerlich, aromatischen Blätter und Stiele besitzen neben dem frischen Grün auch reichlich Vitamine, Mineralstoffe und Senföle. Sie können roh als Zugabe zum Salat oder gedünstet verwendet werden.

Aussaat

Rübstiel wächst gern auf mittelschwerem bis sandigem Boden. Der Anbau kann ab Februar unter Glas und ab März im Freiland erfolgen. Ausgesät wird ca. 1 cm tief dicht in Reihen. Der Reihenabstand beträgt 15-20 cm. Je dichter die Aussaat erfolgt, desto länger und zarter werden die Blätter. Die Pflanzen sollten mäßig feucht gehalten werden und nicht zu stark der Sonne ausgesetzt sein.

Ernte

Einzelne kleine Blättchen dürfen bereits während des Wachstums gepflückt werden. Die eigentliche Ernte erfolgt, wenn die Pflanzen ca. 15 – 25 cm hoch sind. Dann wird die gesamte Pflanze über dem Herz abgeschnitten. Einzelne Blätter wachsen anschließend noch einmal nach.

Links zu weiteren Frühstartern: Radieschen, Spinat

Grünkraut von der Fensterbank

Was macht das Gärtnerherz im Winter vor langer Weile nur? Gartenplanungen sind nicht so mein Ding. Auch sitze ich nicht stundenlang vor meinen Samenkisten und sortiere die Gemüsesamen von A nach B. Meine Gartenplanung spielt sich hauptsächlich im Kopf ab. Ideen kommen immer dann, wenn ich mal ein wenig Luft habe oder einen Spaziergang mache, wenn ich Gemüse sehe oder etwas Interessantes lese. Dann denke ich: Das muss ich mir merken!

Was macht also das Gärtnerherz im Winter? Der eingelagerte Gemüse-Vorrat aus dem vergangenen Jahr ist fast aufgebraucht, das eingefrorene wird regelmäßig konsumiert. Die Lust auf etwas Frisches und Grünes steigt. Seit einigen Jahren züchte ich im Winter Sprossen. Die sind zwar nicht sehr grün aber sehr gesund. Ich liebe Alfalfa und viele andere Sprossenarten. Neben den Sprossen lasse ich Kresse wachsen und versuche mich mit vielen anderen Grünkraut-Möglichkeiten. Grünkraut wächst aus dem gekeimten Samen ca. 7 bis 14 Tage auf der Fensterbank. Noch leichter als Kresse ist übrigens das Grünkraut aus Radieschen-Samen zu ziehen.

Anleitung für Grünkraut aus Radieschen- Samen:

1 flache Schale und Küchenpapier oder Watte
Radieschen-Samen
Wasser

Die Schale wird mit Küchenpapier oder Watte ausgelegt und gut gewässert, so dass das Wasser zu sehen ist. Dann werden die Radieschen-Samen verteilt. Es sollte so viel Wasser in der Schale sein, dass die Samen nass werden aber nicht komplett schwimmen. Das Schälchen wird an einem hellen, nicht zu warmen Ort ans Fenster gestellt. Bereits am folgenden Tag kann der Keimvorgang beobachtet werden. Es dauert nicht lange, bis die kleinen Pflänzchen zu sehen sind. Gegossen wird regelmäßig aber minimal. Bereits nach einer Woche kann geerntet werden. Kräftiger und üppiger wird es natürlich, wenn die gekeimten Samen in Erde ausgesät werden.

Das Grünkraut schmeckt leicht scharf-würzig. Es passt zum Butterbrot, Quark, Salat oder in den Smoothie. Naschen erlaubt.

< mehr zum Radieschen gibt es hier >

Viele andere Grünkräuter benötigen eine Schicht Erde um zu wachsen. Beispielsweise Erbsen und Saft-Gräser. Um herauszubekommen, ob es auch ohne Erde geht, habe ich Weizengras einmal mit Erde und einmal ohne Erde wachsen lassen. Hier mein Resultat nach gut einer Woche. Den Weizen ließ ich zuvor im Keimglas keimen. Anschließend wurden die Keimlinge zur gleichen Zeit ausgesät (links in Erde, rechts auf Küchenpapier).

Pflanzen benötigen zum Wachsen doch mehr als nur Wasser. Das ist gut so. Besser noch, Pflanzen sollten im Freien und in einem intakten ökologischen Umfeld wachsen. Oh wie freue ich mich auf den Frühling.

Herzhafter Soßenansatz (vegan)

Wer in einem Haushalt mit Veganern, Vegetariern und Fleischliebhabern wohnt, kennt das Problem sehr gut. Was kochen wir heute? Wie kann ich ein Gericht fleischfrei abändern? Gerade jetzt im Winter, wo wir größere Lust auf kräftigere Speisen haben, kann ich eine vegane Soße aus Gemüse empfehlen. Diese passt zu vielen Gerichten und ist leicht abwandelbar. Die Soße eignet sich zum Vorkochen und kann portionsweise eingefroren werden. Sie passt gut zu allem Kurzgebratenen, Frikadellen oder (mein Favorit) zu gegarten Maronen.

Zutaten

Etwa zu gleichen Teilen:
Sellerie
Möhren
Lauch
Paprika

Knoblauch
Tomatenmark
getrocknete Waldpilze
Lorbeerblatt
Paprika, Salz, Öl

Das Gemüse wird kleingewürfelt in Öl angebraten, um Röstaromen zu erhalten. Danach großzügig Tomatenmark und kleingeschnittenen Knoblauch mitrösten und anschließend mit reichlich Wasser ablöschen. Das Wasser sollte das Gemüse gut bedecken. Getrocknete Pilze, Lorbeerblatt und Gewürze hinzugeben und zugedeckt leicht köcheln lassen. Wenn das Gemüse gar ist, kann die Soße püriert (Lorbeerblatt vorher entfernen) oder durch ein Sieb gestrichen werden. Die Soße wird nun je nach Konsistenzwunsch mit Wasser verlängert und mit Salz, Paprika oder Pfeffer gewürzt.

Wer mag, kann diese Soße mit saurer Sahne oder einer veganen Alternative verfeinern. Ich mag Sie pur, ohne Verdickungsmittel und Sahne jedoch am liebsten.

Ein Hügelbeet für die Nebensaison

Die Sonnenstrahlen und das milde, klare Wetter locken mich diesen Winter immer wieder nach draußen. Endlich wieder etwas Aktives tun, sich bewegen, frische Luft einatmen, den Wintervögeln lauschen. Das tut gut und macht Lust auf mehr. Manch einer zählt schon die Monate und Wochen bis es wieder wärmer wird und das Aktive-Draußen-Leben endlich wieder losgehen kann.

Ich nutze schöne Wintertage, um Vorbereitungen für die nahende Saison zu erledigen. Im Herbst hatte ich beispielsweise angefangen ein Hügelbeet zu bauen. Neben meinem Acker gibt es einige angelegte Beete mit mehrjährigen Kräutern, Erdbeeren, Blumenstauden und Wintergemüse. Trotz jährlicher Kompostgaben und Jauchedüngung ist der Boden jedoch um einiges nährstoffärmer als nebenan der Acker. Vermutlich ziehen größere Tannen in unmittelbarer Nähe die begehrten Nährstoffe aus dem Boden.

Kurzum entschloss ich mich ein Hügelbeet anzulegen. Nur so, zum Testen, mal schauen und probieren. Ein Platz war schnell gefunden. Jede Menge Gartenabfälle hatte ich parat. Zuerst kamen die Reisig-Zweige der Erbsen und Zuckerschoten sowie größere Sonnenblumen und anderer teils verholzter Gartenabfall auf den vorbereiteten Boden. Danach landete im Laufe der Zeit alles Mögliche auf das zukünftige Hügelbeet. Eben wie es auf einem Komposthaufen der Fall ist. Zum Beschweren schippte ich zwischendurch immer wieder etwas Gartenerde auf die Abfälle. Zum richtigen Abdecken des Hügelbeetes, mit einer großzügigen Schicht Gartenerde, war ich im Spätherbst leider nicht mehr gekommen.

Als ich letztes Wochenende auf unserer Obstwiese spazieren ging, sah ich, dass der Maulwurf ordentliche Erdhaufen gegraben hatte. Diese Erde hole ich mir im Frühjahr oft, um Sie als Blumenerde, zur Auffüllung entstandener Löcher oder zur Einebnung von Bodendellen zu verwenden. Ich überlegte nicht lange, holte die Schubkarre, Schippe und Harke aus dem Schuppen und legte los. Die Erde war zwar noch sehr nass und schwer, aber die Bewegung machte Spaß. Nach 4 Schubkarren voll eingesammelter Erde war mein Hügelbeet fertig. Oh wie freue ich mich auf den Frühling.

Ein Hügelbeet erwärmt sich im Frühjahr schneller, da der verrottende Gartenabfall Wärme im Inneren des Beetes produziert. Zudem trocknet die Erde durch die Hügelform schneller ab. Später im Gartenjahr bleibt der Boden locker und Staunässe wird vermieden. Starkzehrer und wärmeliebende Pflanzen lassen sich hier bestimmt gut kultivieren.

Ich konnte es natürlich nicht dabei belassen. So ganz ohne etwas zu säen oder zu pflanzen, ging es dann doch nicht. Auch wenn es Anfang Januar ist und ich weiß, dass der Winter doch noch kommen kann, überlegte ich, was schon auf das Hügelbeet umziehen könnte. Somit grub ich Schnittlauch aus, platzierte drei Stiefmütterchen, teilte und versetzte Pfefferminze und Zitronenmelisse. Einige noch kleine Wintersalate und Kohlrabi-Pflanzen fanden obenauf einen neuen Platz. Ein paar Kresse-, Salatrauke-, Spinat- und Radieschen-Samen wanderten auch in die Erde. Man kann ja nie wissen, vielleicht bleibt es ja doch ein milder Winter.

 

Frisches Zwiebelgrün (Zwiebeltuten)

Im Januar und Februar ist selbst auf den Wiesen und den Feldern nichts Grünes mehr zu finden. Neben Kresse und anderen Grünkräutern kann auf der Fensterbank auch frisches Zwiebelgrün gezogen werden. Das funktioniert ganz einfach. Aus dem Zwiebelvorrat werden 2-3 Zwiebeln ausgewählt und in Gefäße ca. 0,5 bis 1 cm hoch in Wasser gesetzt. Dann braucht es ein wenig Geduld. Am Küchenfenster sprießt bereits nach einer guten Woche ein wenig Grün aus der angetriebenen Zwiebel. Nach zwei bis drei Wochen sind die Zwiebeltuten so lang, dass Sie geerntet werden können. Das Zwiebelgrün wächst noch ein paar Wochen nach. Wichtig ist, dass die Zwiebeln zwischendurch nicht austrocknen. Wir verwenden das Zwiebelgrün frisch als Brotbelag, im Rührei oder in Salaten.

Steckrübeneintopf mit Grünkern (vegan)

Durchgefroren, nass, kalt so kommen wir an den Wochenenden von draußen ins Warme. Rote Nasen, Ohren und Wangen schmücken unser Gesicht. Zeit für einen heißen Eintopf. Kräftig sollte er sein und gut durchwärmen muss er uns, bevor es wieder nach draußen geht.

Rezept für einen großen Topf:

2 mittelgroße Steckrüben
1 Stück Sellerie und Selleriegrün
4-5 Möhren
5-6 Kartoffeln
1 Stange Lauch
1 große Tasse voll geschroteter Grünkern
Sonnenblumenöl
Lorbeerblatt, Pfefferkörner, Pigment, Salz
reichlich Petersilie

Für den Eintopf wird das Gemüse gut gereinigt, geschält und gewürfelt. Zuerst gebe ich Sellerie und Lauch in das heiße Öl um es leicht anzurösten. Hinzu kommt der Grünkernschrot. Dieser wird kurz mitangeröstet bis er angenehm duftet. Mit Wasser ablöschen und das restliche Gemüse hinzugeben. Den Topf mit Wasser auffüllen bis das Gemüse gut bedeckt ist. Die Gewürze hinzugeben und zum Kochen bringen. Die Kochzeit beträgt ca. eine halbe Stunde. Nochmals mit Salz abschmecken. Kurz vor dem Servieren die kleingeschnittene Petersilie hinzugeben.

Wenn etwas von dem Eintopf übrigbleibt, fülle ich es kochend-heiß in Twist-Off-Gläser und stelle diese auf den Kopf. Die Eintopf-Gläser halten sich eine ganze Weile. Wenn es irgend wann mal schnell gehen muss, ist gleich etwas Gutes zum Futtern da.

Apfelschalen – Frisch oder getrocknet für einen fruchtigen Tee

Herbstzeit ist auch Apfelzeit. Leider gibt es in diesem Jahr kaum heimische Äpfel. Das tägliche Aufsammeln der Falläpfel, das Apfelernten für die Lagerung, der Apfelkuchen, der Apfelmus und die frischen Apfelsäfte fehlen mir sehr. Gut, dass ich noch getrocknete Apfelschalen aus dem letzten Jahr übrighabe.

Wenn ich die vom Baum gefallen Äpfel auflese und weiterverarbeite, sind die Apfelschalen viel zu schade zum Wegwerfen. Daher wasche ich die guten, unversehrten Schalen ab und lege sie zum Trocknen aus. Dies geht recht zügig an einem warmen, trockenen Ort und dauert ca. 1 Woche. Gut getrocknete Apfelschalen verwahre ich in großen Schraubgläsern. Gern gebe ich diese Apfelschalen in meinen Tee. Sie passen gut zu Hagebutten, Zitronenmelisse oder in den Winterpunsch.

Frische Apfelschalen können ebenso für einen fruchtigen Herbst-Tee verwendet werden. Einfach ein paar gewaschene Apfelschalen, und Kerngehäuse in einen Topf mit reichlich Wasser geben. Zusätzlich verwende ich gern Hagebutten, Holunderbeeren oder andere Beeren. Den Topf mit einem Deckel abdecken und zum Kochen bringen. Danach etwa 5-10 Minuten schwach köcheln lassen. Bei roten Äpfeln färbt sich der Tee rosa bis rot. Ich lasse den Tee noch eine Weile ziehen. Um so mehr löst sich das Apfelmark im Wasser und der Tee wird fruchtiger.