Frisches Zwiebelgrün (Zwiebeltuten)

Im Januar und Februar ist selbst auf den Wiesen und den Feldern nichts Grünes mehr zu finden. Neben Kresse und anderen Grünkräutern kann auf der Fensterbank auch frisches Zwiebelgrün gezogen werden. Das funktioniert ganz einfach. Aus dem Zwiebelvorrat werden 2-3 Zwiebeln ausgewählt und in Gefäße ca. 0,5 bis 1 cm hoch in Wasser gesetzt. Dann braucht es ein wenig Geduld. Am Küchenfenster sprießt bereits nach einer guten Woche ein wenig Grün aus der angetriebenen Zwiebel. Nach zwei bis drei Wochen sind die Zwiebeltuten so lang, dass Sie geerntet werden können. Das Zwiebelgrün wächst noch ein paar Wochen nach. Wichtig ist, dass die Zwiebeln zwischendurch nicht austrocknen. Wir verwenden das Zwiebelgrün frisch als Brotbelag, im Rührei oder in Salaten.

Petersilie – jetzt aussäen

Eines meiner liebsten Kräuter ist die Blattpetersilie. Sie wächst auf meinem Acker recht üppig. Der Anbau benötigt allerdings etwas Wissen und viel Geduld. Alles was ich weiß, kann ich weitergeben, die Geduld müsst Ihr selbst aufbringen.

Die erste Aussaat der Blattpetersilie nehme ich bereits im März-April vor. Eine Kälteperiode unterstützt das Keimen, so hatte ich es irgendwo gelesen. Tatsächlich ist es mir besser gelungen als im Mai – Juni, wenn alles wächst, insbesondere das Unkraut. Unterdessen ernte ich reichlich Petersilie und kann die ersten Portionen einfrieren.

Petersilie benötigt sehr lange zum Keimen. Es dauert unter Umständen vier Wochen, ehe die ersten winzigen Blättchen zu sehen sind. Das Würzkraut verlangt humosen, durchlässigen Boden. Dieser sollte über die Keimzeit feucht, aber nicht zu nass gehalten werden. Ein halbschattiger Standort ist ideal.

Aussaat

Im Juli herrschen ebenfalls gute Bedingungen für eine zweite Aussaat der Petersilie. Sie sollte nicht an der gleichen Stelle ausgesät werden, auch nicht auf Beeten, wo vorher Doldenblütler wuchsen (zum Beispiel Fenchel, Möhren, Dill). Sinnvoll ist es, die Samen ein paar Stunden in lauwarmen Wasser einzuweichen. Dann verringert sich die Keimzeit ein wenig. Ebenso kann mit einer Markiersaat die Stelle der Aussaat gekennzeichnet werden. Dies erleichtert das Unkrautjäten. Mir passierte es oft, dass ich Wochen später etwas ganz anderes säe und plötzlich Petersilie dazwischen auftaucht. Als Markiersaat eignen sich Sommerradieschen, diese wachsen schnell und können geerntet werden, wenn die Petersilie aufgegangen ist.

Petersilie ist ein Dunkelkeimer und wird in Reihen ausgesät. Danach die Reihen leicht mit Erde andrücken und feucht halten. Sollte die Petersilie nach dem Auflaufen zu dicht stehen, können einzelne Pflänzchen vorsichtig verzogen werden. Im Sommer ausgesäte Petersilie wächst bis in den Winter hinein und kann sogar im Frühling neu austreiben.

Verwendung

Petersilie ist sehr Vitamin C-reich und sollte solange wie möglich frisch als Würzkraut verwendet werden. Sie eignet sich als Zugabe in Salaten, Suppen, Soßen und Dipps sowie im Kräuterquark. Generell wird sie Speisen erst zugefügt, wenn diese nicht mehr kochen. Wenn viel Petersilie im Garten wächst, ist es Zeit sie küchenfertig für den Winter einzufrieren. Dazu wird sie gehackt und in Dosen eingefroren. Das Trocknen der Petersilie lohnt sich nicht, dabei gehen viele Aromastoffe und die Würzkraft verloren.

Vermehrung

Im zweiten Jahr blüht die Petersilie. Danach können die Dolden getrocknet und der Samen geerntet werden. Die Samen selbst sind giftig und sollten nur als neue Saat Verwendung finden.

Zitronenmelisse

Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse ist ein beliebtes Küchen- und Heilkraut. Die Blätter duften angenehm nach Zitrone. Sie findet Verwendung als Gewürzkraut in der Küche, vor allem in Süßspeisen, Salaten, Quark oder zu Fisch. Bekannter ist allerdings die Zubereitung eines Melissentees. Dieser wirkt beruhigend und hilft bei nervösen Zuständen und Magenbeschwerden. Ich gebe die Melisse in verschiedene Teemischungen. Im Frühling/Sommer kommt frische Melisse zusammen mit Pfefferminze und Zitronenverbene in meine Teekanne. Der abgekühlte Tee ist ein erfrischender Durstlöscher. Zudem lässt sich eine wunderbare Zitronenlimonade für heiße Tage herstellen. In den Wintermonaten trinke ich oft einen Tee aus Zitronenmelisse und getrockneten Apfelschalen. Dieser unterstützt beim Abnehmen.

Zitronenmelisse für Herbst und Winter

Im Mai treibt die Zitronenmelisse stark aus. Bevor sie im Juni anfängt zu blühen, schneide ich große Triebe heraus, um diese zu trocknen. Geerntet wird gegen Mittag an einem sonnigen Tag, wenn die Pflanze trocken ist. Die Triebe können zu Sträußen gebunden und kopfüber aufgehangen werden, bis sie trocken sind. Eine schöne Variante ist das Sonnentrocknen. Dazu werden die Blätter von den Stängeln gezupft und auf eine geeignete Unterlage in die Sonne gestellt. Bereits nach einem Tag in der Sonne, sind die Blätter trocken und duften immer noch herrlich nach Zitrone.

Anbau

Die Zitronenmelisse ist sehr robust. Sie kann als fertige Pflanze im Einzelhandel oder aus Samen gezogen werden. Besser ist es eine bereits vorhandende Melissenpflanze zu teilen und neu zu verpflanzen. Die Zitronenmelisse samt sich selbst aus, sofern man sie lässt.

Die Pflanzen benötigen einen sonnigen oder halbschattigen und großzügigen Platz. Die Zitronenmelisse kann auch im Kübel kultiviert werden. Wichtig ist ein durchlässiger Boden, der nicht zu feucht ist.